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Kurze Ansprechzeit – Die potenziometrische Füllstandsmessung

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Sollen Füllstände in sehr kleinen Behältern oder auch in Rohren gemessen werden, so versagen die gewöhnlichen hydrostatischen Druckaufnehmer aufgrund der kleinen Signale. Pastöse oder stark anhaftende Medien verursachen insbesondere bei Verwendung kapazitiver Füllstandssonden ebenfalls häufig Fehlmessungen. Bestens geeignet für Problemfälle dieser Art ist die potenziometrisch messende, kontinuierliche Niveausonde NSK-… von Negele, die Füllstände ab 50mm erfassen kann.

Hinweis: Die Sensoren NSK wurden durch die leistungsfähigere, neu entwickelte NSL-Serie ersetzt.

Das sogenannte potenziometrische Messverfahren findet bei Negele in der kontinuierlichen Füllstandssonde NSK Anwendung und ist insbesondere für kleine Füllstände geeignet. Als Einstab-Variante kann die Sonde von oben und optional auch von unten in metallischen Behältern mit bis zu 2 m Füllhöhe verwendet werden. Je nach Höhe des Tanks kann die Sonde stufenlos in jeder Stablänge geliefert werden. Für Behälter aus Kunststoff, den schrägen Einbau oder nicht-lineare Tankformen steht außerdem eine Zweistabsonde mit separatem Massestab zur Verfügung, welcher die Tankwand aus Metall ersetzt.

Als Messsignal steht dem Anwender ein einstellbares 4…20 mA Signal direkt an der Sonde zur Verfügung. Besonders hervorzuheben ist die schnelle Aktualisierung der Messwerte. So wird bei der NSK 10 mal pro Sekunde ein aktualisierter Füllstandsmesswert ausgegeben. Aufgrund dieser Eigenschaft eignet sich die Sonde bestens für die Füllstandsregelung in Behältern aller Art.

Der Prozessanschluss der Sonde erfolgt über das bewährte, elastomerfreie, EHEDG und 3-A zertifizierte Hygiene-Einbausystem von Negele. Zusätzlich sind zahlreiche passende Adapter wie TriClamp, Milchrohr, Varivent, DRD und viele andere verfügbar. Damit ist es ein leichtes die Sonde in bestehende Prozessanschlüsse zu integrieren oder an einen bestehenden Werksstandard anzupassen. Der Messstab besteht aus Edelstahl 1.4404, das Isolierstück, das gleichzeitig als Dichtkonus arbeitet, aus FDA zugelassenem PEEK-Kunststoff. Aufgrund des hohen Hygienestandards von Einbausystem und Materialauswahl ist die NSK damit bestens für sterile Anwendungen geeignet und in vollem Umfang CIP- sowie in der optionalen Hochtemperaturvariante auch SIP-fähig. Durch das robuste Edelstahlgehäuse hält der Sensor auch den harten Alltagsbedingungen in den Anlagen der Lebensmittelindustrie stand.

Kein Nachjustieren nötig

Neben Hygiene und robuster Bauform spielt natürlich auch die Funktionssicherheit des Sensors eine wesentliche Rolle. Die Vorteile des potenziometrischen Messprinzips liegen dabei auf der Hand: Bedingt durch eben dieses Messverfahren spielen Mediumswechsel bei der kontinuierlich messenden Niveausonde NSK keine Rolle, während kapazitiv messende Sonden aufgrund der sich verändern den Dielektrizitätszahl bei einem Mediumswechsel nachjustiert werden müssen. Lediglich eine Mindestleitfähigkeit von 1 µS/cm muss homogen im Medium verteilt vorhanden sein. Eine Änderung des Leitwerts fällt aufgrund des Messprinzips ebenfalls nicht ins Gewicht. Anhaftungen im Bereich des Messstabes, die bei kapazitiven Sensoren immer wieder zu Problemen führen, verfälschen bei der potenziometrisch messenden NSK den Messwert nicht, da lediglich der im Behälter vorhandene Füllstand bei der Messung relevant ist.